Neue Spinnengattung nach Greta Thunberg benannt

Thunberga-Spinne

Insgesamt vier Arten aus Madagaskar und benachbarten Inseln konnten der neu beschriebenen und benannten Gattung Thunberga zugeordnet werden. Eine weitere Art, Thunberga greta, wurde ganz neu beschrieben.

Rémy Eudeline, Lyon

Wissenschaft
Ob das Greta Thunberg freut? Ein Forscher hat eine Spinnengattung nach ihr benannt. Unter dem Namen Thunberga werden nun fünf Arten der auf Madagaskar beheimateten Riesenkrabbenspinnen zusammengefasst, wie die Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen mitteilten.

Der Senckenberg-Arachnologe Peter Jäger wolle mit der Namenswahl bewusst an das Engagement der schwedischen Umweltaktivistin gegen den Klimawandel erinnern und auf die Bedrohung der Artenvielfalt aufmerksam machen.

Riesenkrabbenspinnen bauen keine Netze, sondern sind als aktive Jäger bekannt. Die von dem Forscher beschriebene bislang unbekannte Gattung Thunberga unterscheidet sich von anderen Riesenkrabbenspinnen vor allem durch die einzigartige Bezahnung ihrer Kieferklauen sowie ihren aussergewöhnlich gepunkteten Vorderleib.

Jäger beschrieb in den vergangenen 20 Jahren viele neue Spinnenarten. Nun wies er nach, dass vier bereits bekannte Spinnenarten zur neuen Gattung Thunberga gehören. Eine weitere Art, Thunberga greta, beschrieb er komplett neu. Es ist die vierhundertste Art, die er entdeckte. Eine südostasiatische Riesenkrabbenspinne benannte er bereits nach dem Sänger David Bowie – Heteropoda davidbowie.

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