Umweltkommission will Ausbreitung des Wolfes rasch kontrollieren

Vier Wölfe schauen nach rechts

Drei Wölfe aus dem Beverin-Rudel dürfen abgeschossen werden. Der Leitrüde gehört aber nicht dazu.

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Kontrolliertem Abschuss zugestimmt
Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerates (Urek-S) will die Ausbreitung des Wolfes zügig stoppen. Dies mit einer raschen Änderung des Jagdgesetzes.

Die Kommission hat mit 5 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen die Einreichung einer entsprechenden parlamentarischen Initiative beschlossen. Dies teilten die Parlamentsdienste am Freitag mit. Wölfe sollen wie Steinböcke präventiv abgeschossen werden können, schlägt die Kommission vor.

Angesichts der raschen Zunahme des Wolfbestandes und der damit verbundenen Probleme, insbesondere in den Bergregionen, müsse rasch gehandelt werden, hiess es in der Mitteilung weiter. In den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der Wölfe in der Schweiz verdoppelt. Mit einer schlanken Änderung des Jagdgesetzes solle «zügig" die Ausbreitung des Wolfes in der Schweiz «wirksam» kontrolliert werden.

Unbestrittener Teil des Jagdgesetzes

Die präventive Regulierung des Wolfbestandes war Teil des revidierten Jagdgesetzes, das die Schweizer Stimmbevölkerung Ende September letzten Jahres mit 51,9 Prozent ablehnte. Teil der Vorlage war die Lockerung des Wolfschutzes durch präventive Abschüsse. («Tierwelt» berichtete)

Damit sind präventive Eingriffe in ein Wolfsrudel weiterhin nicht zulässig. Laut der Ständeratskommission sei dieser Teil der Vorlage jedoch bei der Abstimmung «im Kern unbestritten» gewesen. Deshalb soll die Regelung nun wieder ins Parlament.

Die parlamentarische Initiative geht nun an die zuständige Kommission des Nationalrats.

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