Warum der Koala «hicks» macht

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Possierlich und sensibel: Koalas zeigen eine ungewöhnliche Reaktion auf Stress.
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Gewusst?
Koalas sind äusserst sensible Tiere. Auf Stress reagieren sie mit heftigem Schluckauf.

Koalas (Phascolarctos cinereus) führen in der Regel ein beschauliches, reizarmes Leben in den lichten Eukalyptuswäldern Australiens. Sie schlafen enorm viel, bis zu 14 Stunden täglich. Weitere vier bis fünf Stunden müssen sie sich ausruhen, weil sie von der Futtersuche erschöpft sind. Die Beuteltiere ernähren sich ausschliesslich von Eukalyptus­blättern, wobei sie sehr wählerisch sind. Selten steigen sie aus den Bäumen herab, denn sie sind nicht besonders wehrhaft und äusserst anfällig.

Auf Stress reagieren sie intensiv und körperlich: Sie fangen an, mit den Ohren zu wackeln und bekommen eine Art nervösen Schluckauf, der ein wenig wie das gequälte Grunzen eines Schweins klingt. Zudem schüttelt es das possierliche Beuteltierchen richtig­gehend beim Hicksen. Möglicherweise ist der Schluckauf der Koalas also vergleichbar unangenehm wie bei uns Menschen. 

Jedenfalls sollte man Koalas in Ruhe lassen und keinesfalls anfassen, wenn sie hicksen. Tierpfleger in Wildtierparks oder Zoos werden sogar dazu angehalten, extrem sensible Charaktere möglichst von Besucherinnen und Besuchern abzu­schirmen. 

Autor

Yvonne Vogel

Yvonne Vogel

Yvonne Vogel ist Alphirtin, Olivenbäuerin und Textproduzentin. Als letztere war sie jahrelang bei diversen Schweizer Printmedien für knackige Schlagzeilen besorgt. Bei der «Tierwelt» hat sie zudem gelernt, auch mit den kleineren Buchstaben zu jonglieren. Am liebsten trifft sie wilde Bären, neugierige Kälber, nützliche Hunde und andere liebe Tiere – um darüber zu schreiben, natürlich.

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