Wildbienen unterwegs im Auftrag der Forschung

Rostrote Mauerbiene

Rostrote Mauerbiene in einem Bienenhotel.

Jaco Visser/Shutterstock.com

Neues Projekt
Agroscope und Fachleute in ganz Europa versuchen herauszufinden, was Wildbienen wirklich stresst. Sind es eher gewisse Pflanzenschutzmittel oder das Fehlen nährstoffreicher Nahrung?

Vom gesamten Ertrag der Schweizer Landwirtschaft können rund 350 Millionen Franken jährlich nur dank der Bestäubungsleistung von Honig- und Wildbienen erwirtschaftet werden, schreibt der Mediendienst des Kompetenzzentrums der Schweiz für landwirtschaftliche Forschung, Agroscope. Viele der über 600 Wildbienenarten der Schweiz würden dazu genau gleich viel beitragen wie die Honigbienen. Deshalb sei der Schutz von Wildbienen auch für die Landwirtschaft sehr wichtig. Im Zusammenhang mit dem Insektensterben seien auch Wildbienenpopulationen unter Druck geraten.

Um herauszufinden, was den Wildbienen so zusetzt, wurde ein EU-Projekt zusammen mit 42 Partnerorganisationen ins Leben gerufen. Beteiligt ist auch Agroscope. Das Projektziel lautet: Dank der neuen Erkenntnisse Massnahmen zur Gesunderhaltung von Honig- und Wildbienenpopulationen entwickeln und optimieren. Als Modell-Organismus dient die Rostrote Mauerbiene, die vielen auch als häufige Bewohnerin der bliebten Bienenhäuschen bekannt sein dürfte.

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