Es ist ein ungewohnter Anblick für einen Universitätsbetrieb: Zwei Tage die Woche besucht Hündin Mila gemeinsam mit ihrer Begleitperson die Uni Luzern. Damit folgen sie einer expliziten Einladung der Fakultät für Verhaltenswissenschaften und Psychologie. Deren Professorin für Kinder- und Jugendpsychologie Karin Hediger beschäftigt sich vertieft mit tiergeschützten Interventionen, die in der Wissenschaft laufend an Bedeutung gewinnen. Besonders Menschen, die Mühe mit traditionellen Therapieformen haben, können von der emotionalen Unterstützung durch Tiere profitieren. Um die Wirkung solcher Therapieformen genauer zu untersuchen, sind an der Universität Luzern Experimente mit Studienhunden geplant – und Mila macht den Anfang.

Damit die Hündin bei diesen Versuchen möglichst entspannt ist, hatte sie mehrere Monate Zeit, sich an das Gelände, die Räumlichkeiten und den Trubel des Uni-Alltags zu gewöhnen. Die Fakultät soll ein zweites Zuhause für Mila werden, lautet der Plan der Universität Luzern. Schritt für Schritt werden auch Abläufe der Versuche eingeübt, bevor die wissenschaftliche Datenerhebung startet.

Künftig sind für die Universität Luzern weitere Studienhunde vorgesehen, um Mila bei ihren Aufgaben zu entlasten. Die Studierenden dürften sich über die vierbeinigen Besucher freuen. Streicheln ist nämlich erlaubt, solange sich die Hunde von sich aus nähern. Bleiben sie jedoch auf Distanz oder ziehen sich zurück, sollte man den Therapietieren eine Pause gewähren.