Mit 1000 Fahnen gegen Pelz

Pelzaktion von Vier Pfoten und dem Zürcher Tierschutz

1000 Fahnen erinnern an jährlich 100 Million für Pelzmode getötete Tiere.

Vier Pfoten

Aktion in Zürich
Am letzten Donnerstag steckten die Tierschutzorganisation Vier Pfoten und der Zürcher Tierschutz 1000 Fahnen ins Gras, um an die 100 Millionen Tiere zu erinnern, die jährlich für Pelz sterben. Mit der Aktion wollen sie die Geschäfte auffordern, auf Echtpelz zu verzichten.

Wie vier Pfoten in einer Medienmitteilung schreibt, sind es jährlich 100 Millionen Tiere, die für Pelzmode sterben müssen. 95 Millionen davon – Nerze, Füchse, Marderhunde, Kaninchen und andere – werden auf Pelzfarmen gezüchtet. Dazu kommen noch fünf Millionen wildlebende Luchse, Füchse oder Kojoten, die mit Fallen gefangen werden.

Das soll aufhören, finden die Tierschutzorganisation Vier Pfoten und der Zürcher Tierschutz. Auf dem Areal des von diesem geführten Tierheims in Zürich stellten die beiden Organisationen am Donnerstag 1000 Fahnen auf – eine Fahne steht jeweils für 100'000 in der Pelzindustrie getötete Tiere. «Die Aktion ist ein Weckruf für alle, die noch im Pelzgeschäft feststecken, denn Pelz ist weder zeitgemäss noch ethisch vertretbar», sagt Nadja Brodmann, Mitglied der Geschäftsleitung des Zürcher Tierschutzes, in der Mitteilung.

In der Schweiz gibt es zwar keine Pelzfarmen mehr, doch dürfen deren Produkte nach wie vor importiert werden. Von den Pelzfarmen in der EU geht zudem ein Risiko von Covid-19-Übertragungen aus. Über die Keulung von Millionen von Nerzen zum Schutz der menschlichen Gesundheit habe man in allen Medien lesen können («Tierwelt online» berichtete ebenfalls). Die Niederlande hätten mit der Schliessung ihrer Pelzfarmen per 1. März 2021 reagiert – die Schliessung wäre eigentlich erst 2024 vorgesehen gewesen. Andere Länder hätten die Nerzproduktion bis mindestens Ende 2021 ausgesetzt.

Für Vier Pfoten und den Zürcher Tierschutz ist dies allerdings nicht genug. Sie fordern ein Verbot aller Pelzfarmen. Dies verringere in der Zukunft auch das Risiko weiterer Pandemien.

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