Tierarzt Tristan Rich findet immer einen Weg, seinen Patienten zu helfen, schreibt sein Arbeitgeber, das Lort-Smith-Tierspital im australischen Melbourne, nach seinem neusten Coup: Rich hat einem Goldfisch einen Tumor am Kopf entfernt. Und zwar folgendermassen:

Der Tierarzt hat drei Eimer mit Wasser gefüllt, einen davon mit einer KO-Dosis Betäubungsmittel, den zweiten mit einer schwachen Dosis, um den Fisch am Aufwachen zu hindern und den dritten mit reinem Wasser. Nun liess Rich den Fisch in den KO-Kübel plumpsen und wartete, bis dieser eingeschlafen war. Dann nahm er George aus dem Wasser und versorgte ihn durch einen Schlauch mit Wasser aus dem mittleren Eimer und Sauerstoff. Nun konnte er sich mit dem Skalpell an die Operation machen.

Einen Goldfisch nähen
Der Doktor musste rasch arbeiten, denn die Wunde, die er dem Fisch zufügen musste war riesig für ein so kleines Tier, George verlor rasch viel Blut. Als der Tumor einmal entfernt war, nähte Rich die Operationswunde mit vier Stichen zu und verklebte sie zusätzlich mit Gewebe-Kleber. Nun konnte George ins Aufwachzimmer verlegt werden, also in Kübel Nummer drei.

Nach einer Weile mit künstlicher Sauerstoffzufuhr und ein paar Spritzen mit Antibiotika und Schmerzmitteln erwachte der Goldfisch schon bald und begann, herumzuschwimmen. Heute lebt er wieder bei seinem Besitzer – gesund und munter. 

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Der Tierarzt an der Arbeit. Bild: © Lort Smith Animal Hospital