Lagerfeuer statt Playstation
Vom Lagerfeuer zur Lebensschule: 100 Jahre Pfadfinderbewegung
Aus einem kleinen Lager in England wuchs vor über 100 Jahren eine weltweite Bewegung: Die Pfadfinder. Heute prägen Millionen Kinder und Jugendlichedas Bild mit Lagerfeuer, Zelten und Abenteuern, aber auch mit Werten wieGemeinschaft, Verantwortung und Respekt vor der Natur.
Wenn heute Kinder und Jugendliche in Kluft und Halstuch am Lagerfeuer sitzen, Knoten üben oder Wanderkarten studieren, dann stehen sie in einer über hundertjährigen Tradition. Die Pfadfinderbewegung, die weltweit rund 60 Millionen Mitglieder zählt, ist die wohl grösste Jugendorganisation der Welt – und eine, die fest mit Naturerleben und Outdoor-Abenteuern verbunden ist.
Ihre Wurzeln liegen im Grossbritannien des frühen 20. Jahrhunderts. Der britische General Robert Baden-Powell hatte im Burenkrieg in Südafrika erlebt, wie wichtig praktische Fähigkeiten wie Orientierung, Erste Hilfe oder Lagerbau waren. Zurück in England, griff er seine Erfahrungen auf und setzte sie in ein Experiment um: 1907 lud er auf Brownsea Island in Dorset 20 Jungen verschiedener Herkunft zu einem Lager ein. Was dort geschah, war neu: Märsche, Spiele, Feuermachen, Naturbeobachtung und gemeinsames Lernen verbanden Abenteuer mit Disziplin und Kameradschaft. Der Funke sprang sofort über, und die Idee begann,…
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