Sechs Weingläser, sechs Flüssigkeiten, die auf den ersten Blick alle durchsichtig sind, bei genauerem Hinsehen aber deutliche Nuancen bezüglich Farbe und Trübung aufweisen. Jedes dieser sechs Mineralwasser stammt von einer anderen natürlichen Mineralquelle in und rund um Scuol. Sabina Streiter, zertifizierte Schweizer Wasser-Sommelière, hält Glas Nummer 1 gegen das Licht und ermuntert die acht Personen am Degustations-Tisch, es ihr gleichzutun. «Hochmineralisiertes Wasser kann am Glas einen öligen Film hinterlassen – wie bei einem schweren Wein», erklärt sie und schwenkt nun das Glas. Dann gibt sie grünes Licht, den ersten Schluck zu kosten und dabei besonders auf Mundgefühl, Haptik und Textur zu achten.

Spätestens bei Glas Nummer 6 wird allen am Tisch klar: Die Unterschiede zwischen den sechs Proben sind erstaunlich gross. Es gibt die weichen, kühlenden, moussierenden, aber auch die spritzigen, lebendigen, perlenden. Beim zweiten Schluck treten dann weitere Differenzen zutage: süss,…

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