Wo Bergleute heute noch über ein ebenes Gletscherfeld stapfen, wandern sie künftig durch ein Tal, das in gänzlich neuem Kleid daherkommt: Vielleicht zieren dann ein paar hübsche Bergseen den Weg und bieten eine willkommene Abkühlung. Vielleicht gilt es, unterwegs Mulden mit ein paar Extra-Höhenmetern zu durchqueren. Vielleicht legt der schmelzende Gletscher auch eine solch unwegsame Landschaft frei, dass man diese nur noch kletternd durchqueren kann.

Welches Szenario auch zum Zug kommt: Fakt ist, dass sich das hochalpine Gelände in den kommenden Jahrzehnten verändern wird – und mit ihm der Bergsport. «Der Stellenwert des Wanderns wird zunehmen in den Bergsportdisziplinen», ist sich der Bergführer Severin Karrer vom Schweizer Alpenclub (SAC) sicher. «Ein Berg, der früher für Hochtouren bekannt war, wird immer mehr Wandergelände freilegen – oder eben Klettertouren.» Doch das sei längst nicht das einzige, was sich mit dem Klimawandel verändert. Früher habe man in den Bergen auf viele…

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