Es rattert und stäubt in der Mühle Schwanden. Das rund 200 Jahre alte Gebäude ist vollbepackt mit Maschinen aus der Nachkriegszeit, die bis heute zuverlässig mahlen, sieben, stampfen und mischen. In jedem der fünf Stockwerke ist die Geräuschkulisse eine andere: Hier wird der Weizen durch ein Rohr geblasen, da durch die Siebe geschüttelt, während draussen gerade eine Ladung Einkorn in die Grube gekippt wird. 

Für Tierfutter bleibt heute keine Zeit. Denn am Morgen flatterten dringendere Aufträge auf den Tisch. Leichtfüssig bewegt sich der junge Praktikant durch die enge Mühle, flitzt zum Etikettendrucker und wieder zurück, um die bestellten Mehlsäcke abzufüllen und zu beschriften. Im Sommer beginnt er eine Lehre als Müller. «Bevor er hierherkam, war er noch sehr unentschlossen, was seine Berufswahl betraf. Das hat sich geändert», erzählt Simon Baumann nicht ohne Stolz. 

Der Geschäftsführer und Inhaber der Mühle Schwanden weiss nur zu gut, wie klein die Jahrgänge in diesem einst so…

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