Klirrende Kälte und eisiger Wind ziehen durch die Wälder. Während sich Wildtiere ein dickes Fell haben wachsen lassen, stehen die Bäume scheinbar schutzlos den Elementen ausgeliefert gegenüber. Doch auch sie verfügen über verschiedene Strategien, um der kalten Jahreszeit zu trotzen.

Laubbäume werfen im Herbst ihre Blätter ab, da über sie zu viel Wasser verdunsten würde, das aus dem gefrorenen Boden nur schwer aufzunehmen ist. Die in den Blättern eingelagerten Nährstoffe wie Stickstoff und Zucker werden in Stamm und Wurzeln zurückgezogen, wo sie zusammen mit Eiweissen und Salzen einen natürlichen Frostschutz bilden. Im Innern des Baumes angereichert, senken sie den Gefrierpunkt des Zellwassers und verhindern so, dass die Zellen bei Frost platzen.

Immergrüne Nadelbäume können ihre Nadeln auch durch den Winter hindurch behalten, weil diese eine dickere Wachsschicht (Cuticula) besitzen und durch die kleineren Spaltöffnungen auf ihren Oberflächen weniger Wasser verdunsten. An sonnigen…

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