IG-Nobelpreis
Der etwas andere Nobelpreis
Während der Nobelpreis jedes Jahr die herausragendsten wissenschaftlichen Erkenntnisse ehrt, zeichnet der Ig-Nobelpreis (vom Englischen ignoble = «unwürdig») auf satirische Weise Forschungen aus, die «zuerst zum Lachen, dann zum Nachdenken bringen». Nicht wenige dieser skurrilen, aber oft erhellenden Studien drehen sich um Tiere.
So erhielten 1993 Leslie P. Williams und KennethW. Newell den Ig-Nobelpreis für ihre Untersuchung zu Salmonellen-Ausscheidungen von Schweinen auf Vergnügungsfahrten. Was nach einem bizarren Ausflug für Schweine klingt, hatte einen ernsten Hintergrund: Ziel war es, das Übertragungsrisiko von Salmonellen auf den Menschen während des Tiertransports zu verringern.
1995 ging ein Ig-Nobelpreis an ein japanisches Forschungsteam, welches Tauben darauf trainierte, zwischen Gemälden von Picasso und Monet zu unterscheiden – ein Beweis dafür, dass Tauben in der Lage sind, Kategorien anhand visueller Reize zu erkennen. Auch Frans de Waal und Jennifer Pokorny beschäftigten sich mit visuellen Eindrücken: Sie erhielten 2012 den Ig-Nobelpreis für Anatomie, weil sie zeigten, dass Schimpansen ihre Artgenossen anhand von Fotos ihrer Hinterteile identifizieren können. 2018 folgte eine Auszeichnung für den Nachweis, dass Schimpansen im Zoo Menschen ebenso häufig imitieren wie umgekehrt.
1996 gingen Anders…
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