Humus besteht zu fast 60 Prozent aus Kohlenstoff. Wenn Pflanzen natürlich verrotten, werden sie irgendwann zu Erde, die nicht nur sehr fruchtbar ist, sondern langfristig Kohlenstoff im Boden speichern kann. Doch was in der Theorie einfach klingt, ist es in der Praxis, wie so oft, nur bedingt. Denn Humusaufbau ist kein linearer Prozess. Es gibt zwar eine Menge möglicher Massnahmen wie Gründüngungen oder das Einarbeiten von Ernteresten, um den Anteil organischer Substanz kurzfristig zu steigern. 

Wenn Humus jedoch über längere Zeit Kohlenstoff im Boden speichern soll, braucht es eine konsequente Zugabe von Nährstoffen und eine schonende Bearbeitung über Jahrzehnte hinweg. Auch die Witterung und die klimatischen Verhältnisse müssen dafür stimmen. «Eine langfristige Speicherung des Kohlenstoffs kann vorkommen, aber vorab nicht garantiert werden», bestätigt der Leiter der Agroscope-Forschungsgruppe Klima und Landwirtschaft, Jens Leifeld. Eine Ausnahme sei die Pflanzenkohle, welche über…

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