Lynx Vilden hiess nicht immer so. Aufgewachsen in London und Amsterdam verspürte sie stets eine innere Leere, wie sie in späteren Interviews erzählte. Diese habe sie erst füllen können, als sie Anfang 20 in die USA auswanderte und begann, wie ein Steinzeitmensch zu leben. 

Passend zu ihrem radikalen Neuanfang gab sie sich den Namen «Lynx», das englische Wort für Luchs. Auch ihr neuer Nachname «Vilden» symbolisierte den Entschluss, im Einklang mit der Wildnis zu leben.

Survival-Kurse

Mit den Jahren wurden ihre Fertigkeiten, einen primitiven Alltag zu bewältigen, immer besser. Sie begann, ihr Wissen weiterzugeben, woraus 2011 ihre eigene Schule namens «Living Wild» entstand. In ihren Kursen lernen Interessierte nicht nur, Unterkünfte zu errichten, zu jagen und in der Natur zu überleben, sondern auch eigene Kleidung und Werkzeuge herzustellen. 

Da ein Tag nicht ausreicht, um das alles beizubringen, führt Lynx Vilden immer wieder auch längere Kurse durch. Eines ihrer einmonatigen «Steinzeitprojekte» wurde im National Geographic-Film «Living Wild» dokumentiert. Dies zog die Aufmerksamkeit weiterer Sender auf sich. In der Folge entstanden mehrere Kurzserien, in denen Vilden gemeinsam mit anderen Survival-Experten zeigt, wie das Leben in der Steinzeit ausgesehen haben könnte. 

Autobiographie

Vilden hat ein Buch geschrieben mit dem Titel «Return – A journey back to living wild», in dem sie den Umbruch in ihrem Leben und die Gründe dafür detailliert beschreibt.