Aufeinandergestapelt
Kleine Türme, grosser Schaden
Die kleinen Steintürme am Wegrand wirken friedlich und meditativ. Doch wer sie baut, verändert mehr als gedacht: Jeder aufgeschichtete Stein zerstört winzige Lebensräume, trocknet den Boden aus und bringt alpine Ökosysteme aus dem Gleichgewicht. Was schön aussieht, kann in der Natur grossen Schaden anrichten.
Sie stehen auf Bergkuppen, an Flussufern oder mitten im Hochmoor: kleine Türmchen aus aufeinandergestapelten Steinen. Viele Wanderinnen und Wanderer sehen sie als harmloses Andenken, manche als Kunst, andere als spirituelles Symbol. Doch so idyllisch die Steinmännchen wirken – in der Natur sind sie ein Problem. Denn das Stapeln verändert empfindliche Lebensräume, stört Tiere und Pflanzen und bringt sogar häufig Wanderer in Gefahr.
Ursprünglich hatten Steinmännchen einen klaren Zweck: In den Alpen dienten sie als Wegmarkierungen, bevor es farbige Wanderzeichen gab. Besonders in nebligen Regionen oder über der Baumgrenze halfen sie, den Pfad zu finden. Diese traditionellen Steinmarken waren selten, aber sorgfältig gesetzt und Teil des Wegnetzes. Heute hat das Bau-Fieber vieler Freizeitwanderer eine neue Mode geschaffen: kleine Türme an jedem schönen Platz – oft Dutzende auf einmal.
Wenn die Natur zum Spielplatz wirdDas Problem: Jeder Stein, der aus dem Boden genommen wird, ist…
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