Genfer halten an Hundesteuer fest

Hunde vor einem Auto

Die Genferinnen und Genfer wollen die Hundesteuer nicht abschaffen.

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Abstimmung
Die Hundesteuer wird in Genf beibehalten. Die Genferinnen und Genfer haben am Sonntag die Abschaffung dieser Abgabe mit 67,3 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.

74'446 Stimmberechtigte sagten Nein, 36'237 legten ein Ja in die Urne. Die Stimmbeteiligung lag bei 43,1 Prozent. Das Kantonsparlament hatte die Hundesteuer im März auf Antrag der SVP abgeschafft. Doch Politiker aus verschiedenen Parteien ergriffen das Referendum dagegen. Die Steuer bringt dem Kanton und den Gemeinden 2,1 Millionen Franken ein.

Für das Referendumskomitee standen die beträchtlichen Reinigungskosten im Vordergrund, welche die Hinterlassenschaften der Hunde den Gemeinden verursachen. Die Sauberkeit der Strassen habe ihren Preis, die Hundebesitzer müssten einen Beitrag dazu leisten, argumentierte es. Wenn die Steuer abgeschafft würde, müssten schliesslich alle Steuerzahler für die Ausfälle von geschätzten zwei Millionen Franken pro Jahr aufkommen, sagten sie.

Die Befürworter der Abschaffung hingegen bezeichneten die Hundesteuer als unsozial, ungerecht und diskriminierend. Der Hund werde als einziges Haustier besteuert. Und dies, obwohl der Vierbeiner «als bester Freund des Menschen» eine wichtige soziale Rolle einnehme.

Die Höhe der Hundesteuer variiert in der Schweiz je nach Kanton und Gemeinde. Im Kanton Genf beträgt die Abgabe 50 Franken für den ersten Hund, 70 Franken für den zweiten und 100 Franken für die folgenden Hunde.

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