Hundedrama in Aserbaidschan

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Streuner sind in Baku unerwünscht. (Symbolbild)
David Trawin / cc-by-sa
Tierschutz
Damit die Stadt für den Sportananlass European Games sauber und sicher wirkt, werden in Baku Tausende Hunde erschossen.

Ein Jahr nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi sterben erneut Hunde im Namen des Sports. Tatort ist diesmal Baku, die Hauptstadt Aserbaidschans. Dort werden im Juni die European Games, eine neue, europäische Variante der Olympischen Spiele, ausgetragen. Streunende Hunde haben an diesem Prestigeevent nichts zu suchen, und so werden sie zu Tausenden erschossen oder erschlagen.

In Baku scheint sich damit die Geschichte zu wiederholen. Bereits als das Aserbaidschan im Jahr 2012 den Eurovision Song Contest beherbergte, versuchten die Behörden durch das Töten von Hunden ein sauberes Stadtbild zu schaffen. Doch bisher scheiterte das Land, das am Kaspischen Meer am Übergang zwischen Europa und Asien liegt, an seinem Ziel, die Streunerpopulation in den Griff zu kommen. Laut Medienberichten kommt es auch immer wieder zu Angriffen tollwütiger Tiere auf Menschen.

Mit einer Onlinepetition versuchen Tierrechtsaktivisten aus der ganzen Welt, die Massentötung von Hunden zu stoppen. Doch mit derzeit (23.3., Mittag) rund 20'000 Unterschriften dürfte das Anliegen wenig Chancen haben.

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