Hundehasser-Magazin geht pleite

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Das erste Titelblatt existierte schon in den Neunzigern, nun erschien zwei Jahre lang tatsächlich das Magazin «Kot und Köter».
zVg
Satire
Die siebte Ausgabe des satirischen Magazin «Kot & Köter» ist wohl auch die letzte. Weil die angestrebten Einzelverkaufs- und Abozahlen nicht erreicht wurden, fehlt es an Geld.

Rund zwei Jahre lang hat der deutsche Satiriker und Journalist Wulf Beleites «Kot & Köter – die Zeitschrift für den deutschen Hundefeind» herausgegeben. Mit bissigen Artikeln über Hundekot, sterbende Hunde und Hundehalter erlangte das Magazin einiges an Aufmerksamkeit in den Medien – nicht zuletzt dank empörter Hundefreunde, die gar Anzeige gegen Beleites erstatteten, da dieser angeblich zum Töten von Hunden aufrief.

Mit dem Kalauer «Kot und Köter – tot und töter» informiert Beleites nun die Leser darüber, dass sein Magazin pleite ist und künftig wohl nicht mehr erscheint. Mit sieben Ausgaben hat es aber um einiges länger überlebt als ursprünglich geplant. Die Idee dazu war laut Beleites Anfang Neunziger beim Bier in der Kneipe entstanden. Er druckte damals nur ein Titelblatt, was aber reichte, um als angeblicher Chefredaktor des Magazins in diverse Talkshows eingeladen zu werden.

2013 hat er dann die Idee reaktiviert und mittels Crowdfunding eine Nullnummer finanziert. Es gelang aber nicht, die angstrebten 5000 Abonnenten zu erreichen, die laut Beleites für das Zahlen angemessener Löhne nötig gewesen wären.

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