Geborene Schwimmer

Lagotto romagnolos im Wasser
Wasserhunde
Es gibt Hunderassen, die in verschiedenen Ländern dank ihres wasserabweisenden Fells extra für die Arbeit am und im Wasser herangezüchtet wurden. Eine Übersicht.

Aus Frankreich: der Barbet

Der Barbet ist einer der ältesten europäischen Wasserhunde und soll schon im 6. Jahrhundert von den Mauren nach Spanien und Portugal gebracht worden sein. Ausserdem könnte der Barbet möglicherweise ein Vorläufer des Pudels sein, mit dem er gerne verwechselt wird (siehe «Tierwelt», Nr. 36 / 2020). Seinen Namen verdankt er dem charakteristischen Bart. Mit einer Widerristhöhe von 53 bis 65 Zentimetern ist der Barbet der grösste Vertreter der Wasserhunderassen. Es gibt ihn einfarbig schwarz, grau, braun, weiss sowie loh- und sandfarben.

Aus Irland: der Irische Wasserspaniel

Der erste Hinweis in Irland auf «Wasserhunde, die Wasservögel verfolgen» datiert aus dem Jahr 1600. So dürften in Irland bereits vor der Einführung der Schrotflinte Hunde mit wasserabstossendem Haarkleid zum Einsatz gekommen sein. Ein unverkennbares Markenzeichen des Irischen Wasserspaniels ist seine Rute, die an einen Rattenschwanz erinnert und in dieser Form bei keiner anderen ihm ähnlichen Rasse vorkommt. Er hat eine Widerristhöhe von 51 bis 59 Zentimeter und weist gemäss Rassestandard eine sehr satte, dunkelbraunrote Leberfarbe auf. 

Aus Italien: der Lagotto Romagnolo

Der Lagotto Romagnolo ist ein traditioneller Wasser-Apportierhund. Als im Laufe der Jahrhunderte die Sümpfe trockengelegt und in Ackerland verwandelt wurden, entwickelte sich die Rasse in den Ebenen und Hügeln der Emilia Romagna vom Wasser- zum Trüffelsuchhund. Der Lagotto ist mit einer Widerristhöhe von 41 bis 48 Zentimetern die kleinste hier beschriebene Wasserhunderasse. Er wird in den Farben Grauweiss, Weiss mit braunen oder orangen Flecken, Orange- oder Braunschimmel, Braun mit oder ohne Weiss sowie Orange mit oder ohne Weiss gezüchtet.

Aus Portugal: der Cão de água português

Früher war der portugiesische Wasserhund entlang der ganzen Küste Portugals ansässig. Heute, infolge der ständigen Modernisierung des Fischereiwesens, trifft man ihn hauptsächlich in der Algarve an, die heute als sein Ursprungsgebiet gilt. Da der Cão de água português schon seit sehr langer Zeit die Küsten Portugals bewohnt, ist er gemäss Rassestandard als eine portugiesische Nationalrasse anzuerkennen. Er erreicht eine Widerristhöhe von 43 bis 57 Zentimetern, sein Haar ist verschieden intensiv schwarz oder braun oder einfarbig weiss.

Autor

Carmen Epp

Carmen Epp

Kurz nach ihrem ersten Einsatz für die «Tierwelt» 2014 hat sich Redaktorin Carmen Epp – fürs Hunde-Ressort zuständig – einen Traum erfüllt und sich einen Hund zugelegt – auf Spesen, wie man munkelt. Nach einem kurzen Abstecher in ihre Heimat, den Kanton Uri, kehrte sie zur «Tierwelt» und ins Hunde-Ressort zurück. Daneben betreut sie die Ressorts «Natur und Umwelt» sowie die Leserkolumnen, während Boston Terrier Chippy unter dem Tisch schnarchend sein Redaktionshundedasein geniesst – und so manchen Input fürs Hunde-Ressort liefert.

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