Der gelegentliche Gang zum Tierarzt bleibt wohl keinem Tierhalter und seinem vierbeinigen Schützling erspart. Nebst Routineuntersuchungen, Kastrationen und Impfungen möchte man diese Besuche natürlich möglichst vermeiden, nicht zuletzt, um den Stress für das Tier zu umgehen. So ist bei Schürfungen, Bindehautentzündungen und anderen vermeintlich kleinen Wehwehchen die Versuchung gross, einen Griff in die Hausapotheke zu tätigen und die Leiden mit gängigen Medikamenten für Menschen zu behandeln. Was für Herrchen gut ist, kann für Hund und Katze nicht falsch sein, oder?

Gérard Boehm, leitender Apotheker des Tierspitals Zürich, warnt jedoch eindringlich vor angeblich harmlosen Mittelchen: «Die Anzahl der Medikamente aus der Hausapotheke, die wir für Tiere verwenden können, ist sehr gering!» So darf Paracetamol – in Absprache mit dem Tierarzt – zwar bei Hunden, jedoch nicht bei Katzen angewendet werden. Katzen verfügen über eine sehr geringe Aktivität bestimmter Enzyme, die für den…

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