Bäri geht ab wie der Blitz. «Gang se ga reiche!», lässt er sich nicht zweimal sagen. Sein Meister steht unten bei der Alphütte, während der Appenzeller Sennenhund wie ein Pfeil das stotzige Bort hochrennt. Weit oben sind als Punkte die Gusti oder Rinder auszumachen.

Bäri mit seinem typischen gekringelten Schwanz geht überlegt vor. Von Anfang an rennt er im Halbkreis hoch, prescht nicht irgendwo mitten in die Herde und versprengt sie. Es dauert nicht lange, und das Vieh springt den Hang hinab. Bäri hat mit hechelnderZunge alle im Blick, webt auf und ab, wieselt im Halbkreis hin und her – und bewirkt, dass alle, als würden sie in einen Trichter trotten, zur Türe der Alphüttehineindrängen. Er bellt und zwickt auch mal einabtrünniges Rind kurz in den Hinterlauf, immer auf der Hut, dass es ihn nicht trifft, wenn es ausschlägt.

Bei Appenzeller Sennenhunden ist das Treiben von Tieren genetisch angelegt. Bäri wirkt oberhalb von Adelboden im Berner Oberland. Dass er aber alsAppenzeller…

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