Die 66 Tierheime und Auffangstationen der STS-Sektionen haben 2025 weniger Tiere aufgenommen als im Vorjahr. Insgesamt waren es 30'681 Tiere – also 1398 oder 4,4 Prozent weniger als 2024. Die Entwicklung fällt je nach Tierart und Region unterschiedlich aus. Mehr Fische und Vögel wurden aufgenommen, während die Zahl der freiwilligen Abgaben und Fundtiere zurückging. Die Zahl der behördlichen Beschlagnahmungen blieb dagegen stabil. 

«Die Belastung der Tierheime lässt sich nicht allein an der Zahl der Neuaufnahmen messen», warnt STS-Geschäftsführer Marco Mettler in der Medienmitteilung zur Tierschutzstatistik. Die Kapazitäten hängen unter anderem von den verfügbaren Plätzen, dem Personal und den finanziellen Möglichkeiten ab. Viele STS-Sektionen arbeiten zusätzlich mit Pflegefamilien. Dennoch stossen die Einrichtungen vielerorts an ihre Grenzen. Nach Angaben des STS kommt es teilweise sogar vor, dass Tiere vorübergehend bei Mitarbeitenden untergebracht werden müssen, weil sämtliche Plätze belegt sind. Nach Beobachtung des STS bleiben Tiere teilweise länger in den Einrichtungen – gerade Tiere mit besonderen Anforderungen an Haltung und Betreuung. So kann die Suche nach künftigen Halterinnen und Halter mit geeignetem Platz länger dauern. Jeder belegte Platz steht damit für längere Zeit nicht für ein weiteres Tier zur Verfügung.

Bereits die Statistik 2024 hatte eine hohe Belastung der Tierheime gezeigt. Damals waren mit 32'079 Tieren so viele Tiere aufgenommen worden wie noch nie zuvor in der Erhebung des Schweizer Tierschutzes STS.

Viele Tiere werden freiwillig abgegeben

Besonders auffällig ist die Zahl der sogenannten Verzichttiere. Damit bezeichnet der STS Tiere, die von ihren Halterinnen und Haltern freiwillig abgegeben werden. 2025 waren es 24'791 Tiere – damit machten Verzichttiere rund vier Fünftel aller aufgenommenen Tiere aus. Bei Fischen zeigt sich dieses Verhältnis besonders deutlich: Von 18'904 aufgenommenen Fischen waren 18'686 Verzichttiere. Auch bei den Vermittlungen zeigt sich keine Entlastung. 16'520 Tiere konnten 2025 an neue Halter vermittelt werden – 2309 weniger als 2024. Die Zahl der Tiere, die zu ihren Besitzern zurückkehrten oder nach der Aufnahme wieder ausgewildert wurden, sank von 1677 auf 1358.

Der STS appelliert deshalb weiterhin an Menschen, sich vor der Anschaffung eines Tieres umfassend über dessen Bedürfnisse und die langfristige Verantwortung zu informieren. Ist eine Haltung tatsächlich nicht mehr möglich, empfiehlt der Verband, das Tier an ein seriöses Tierheim oder eine geeignete Auffangstation zu übergeben. Diese verfügen über Erfahrung in der Betreuung und Vermittlung von Tieren.

Die auffälligsten Zahlen laut Schweizer Tierschutz STS30'681 Tiere aufgenommen – 2025 nahmen die 66 STS-Sektionen insgesamt 30'681 Tiere auf – 1398 oder 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr.
24'791 Verzichttiere – rund vier von fünf aufgenommenen Tieren wurden freiwillig von ihren Halterinnen und Haltern abgegeben.
18'904 Fische aufgenommen – davon waren 18'686 Verzichttiere.
16'520 Tiere vermittelt – damit fanden 2309 Tiere weniger ein neues Zuhause als 2024.
1358 Tiere zurückgegeben oder ausgewildert – im Vorjahr waren es noch 1677 Tiere.

Hier geht es zur STS-Tierschutzstatistik 2025