Gerade an Tagen über 30 Grad gibt es kaum etwas Schöneres, als unverhofft das Plätschern eines Brunnens zu hören, die Flasche mit kühlem Nass aufzufüllen oder damit den Nacken zu erfrischen. Dank der Online-Plattform Watrify muss man sich für solche Momente nicht mehr auf Zufälle verlassen: Auf der Website und in der App zeigt eine Karte sehr genau an, wo der nächste Trinkbrunnen zu finden ist. Und dies nicht nur in der Schweiz, sondern in fast zwanzig Ländern Europas und Nordafrikas. 

Die Karte ist für jede und jeden mit Internetverbindung frei zugänglich. Der Grund dafür: Für den Gründer, einen Technologie-Enthusiasten aus Karlsruhe, ist die Plattform eine Herzensangelegenheit. Er will einen Beitrag dazu leisten, damit möglichst viele Leute draussen unterwegs sein können, ohne auf PET-Flaschen angewiesen zu sein. Zudem wollte er zeigen, wie Technologie sinnvoll eingesetzt werden kann. 

Auch Nutzerinnen und Nutzer können sich einbringen, neue Quellen ergänzen, Fotos hochladen oder Hinweise zu den mittlerweile Hunderttausenden Trinkwasserquellen teilen. Dennoch ist die Aktualität der Informationen nicht gewährleistet. Manche Brunnen, aus denen einst Trinkwasser sprudelte, können im Sommer versiegen oder Grenzwerte für Verunreinigungen überschreiten. Doch wer die Karte mit einem gewissen Vorbehalt zu Rate zieht, muss künftig vielleicht weniger schleppen und findet den nächsten Brunnen genau dann, wenn die Kehle trocken wird.