Er kommt leise, fast unbemerkt. Und dann ist er plötzlich da, in Parks, an Waldrändern, entlang von Spazierwegen. Der Eichen-Prozessionsspinner gehört längst zu den festen Sommerbegleitern in vielen Regionen der Schweiz. Vom Westen hat er sich über Basel bis nach Zürich ausgebreitet. Seinen Namen verdankt er einem eigentümlichen Verhalten: In langen Reihen wandern die Raupen hintereinander her, wie in einer Prozession. Kopf an Hinterleib, scheinbar perfekt organisiert. Wer das zum ersten Mal sieht, bleibt stehen, fasziniert. Und ahnt oft nicht, dass bereits eine Gefahr in der Luft liegt.

Denn so unscheinbar die Tiere wirken, so wehrhaft sind sie. Ab dem dritten Larvenstadium entwickeln sie winzige Brennhaare, mehrere Hunderttausend pro Raupe. Diese enthalten ein Nesselgift namens Thaumetopoein. Sie brechen leicht ab, werden vom Wind verbreitet und bleiben in der Umwelt über Jahre wirksam. Das Tückische ist, dass man die Raupen nicht einmal berühren muss. Es reicht, unter einem…

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