Essen statt Spritzen
Das fast vergessene Potenzial der Blacken in der Wildkräuterküche
Kaum eine andere Pflanze ist in der Landwirtschaft so verhasst. Dabei galten Blacken einst als nährstoffreiche Lebensmittel für Mensch und Tier. Steht dem vermeintlichen Unkraut in der boomenden Wildkräuterküche nun ein Comeback bevor?
Wer schon einmal mit Blacken zu tun hatte, verbindet damit meist wenig erfreuliche Erinnerungen. Ob in den Bergen oder im Tal – überall kämpfen Weidenbesitzer gegen die Ausbreitung der hartnäckigen Pflanze. Das berüchtigte Blackenstechen ist eine mühselige Arbeit, bei der oft Familie und Freunde gemeinsam anpacken. Vielerorts wird der unerwünschte Ampfer gespritzt, um bei der Bekämpfung Zeit zu sparen.
Doch anstatt sie mit allen Mitteln vernichten zu wollen, liesse sich die Pflanze auch kulinarisch nutzen. Denn Ampfern sind nichts anderes als die wilde Form des Rhabarbers und werden mancherorts immer noch «Mönchsrhabarber» genannt.
Milder GeschmackÄhnlich wie Rhabarber sollten Blacken nicht roh verzehrt werden. Der hohe Gehalt an Oxalsäure schmeckt nicht nur bitter, sondern kann in grösseren Mengen giftig sein. Gekocht, gebraten oder gebacken überzeugen sie jedoch mit einem bemerkenswert milden Geschmack, wie Wildkräuterexpertin Gisula Tscharner verspricht: «Aus den Stängeln der…
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