Im April und Mai hat er noch so schön geblüht und dann angefangen viele kleine Äpfelchen zu bilden. Doch im Juni wirft ein Apfelbaum plötzlich einige der Früchte ab. Das kann verschiedene Gründe haben - nicht immer steckt ein Problem dahinter. 

1. Natürlicher Fruchtfall

Nach der Blüte bildet der Baum oft viel mehr Früchte, als er versorgen kann. Im Frühsommer (meist Juni) stösst er deshalb einen Teil der kleinen Äpfel ab. Das nennt man den „Junifall“ und ist völlig normal.

2. Wassermangel

Bei Trockenheit reduziert der Baum seine Belastung, indem er Früchte abwirft. Besonders junge Bäume reagieren empfindlich auf längere trockene Phasen.

3. Nährstoffmangel

Fehlen wichtige Nährstoffe (vor allem Stickstoff, Kalium oder Bor), kann der Baum Früchte nicht ausreichend versorgen.

4. Schlechte Bestäubung

Wurden die Blüten nur teilweise oder gar nicht befruchtet, entwickeln sich die Früchte nicht richtig und fallen früh ab.

5. Krankheiten oder Schädlinge

Pilzkrankheiten wie Apfelschorf oder Schädlinge wie der Apfelwickler können dazu führen, dass Früchte vorzeitig abfallen.

6. Überlastung des Baumes

Wenn sehr viele Früchte angesetzt wurden, wirft der Baum einen Teil ab, damit die verbleibenden Äpfel grösser und gesünder werden.

7. Spätfrost oder Wetterstress

Frost nach der Blüte, starke Hitze, Hagel oder heftige Winde können ebenfalls Fruchtfall verursachen.

Woran erkennt man die Ursache?

  • Kleine, erbsengrosse Früchte im Juni: meist natürlicher Fruchtfall.
  • Vertrocknete Blätter und trockener Boden: Wassermangel.
  • Früchte mit Löchern oder Maden: Schädlinge.
  • Flecken auf Blättern oder Früchten: möglicherweise eine Krankheit.
  • Viele Früchte kurz vor der Reife am Boden: oft Trockenstress, Krankheiten oder Überlastung.