Abstimmung am 27. September
Ernährungsinitiative: Franziska Herren gegen Martin Rufer im Pro und Contra
Ein intensiv geführter Abstimmungskampf geht in die letzte Runde: Am 27. September entscheidet das Stimmvolk über die Initiative für eine sichere Ernährung und damit über die Ausrichtung der künftigen Schweizer Landwirtschaft. Vier Fragen an Initiantin Franziska Herren und Gegner Martin Rufer.
Bald steht der nächste Abstimmungssonntag an. Zwei Initiativen kommen am 27. September vors Stimmvolk. Eine davon ist die Initiative für eine sichere Ernährung (kurz: Ernährungsinitiative), die von Franziska Herren im August 2024 eingereicht wurde. Die Initiative will die Versorgung der Schweiz mit Lebensmitteln langfristig unabhängiger, krisenfester und nachhaltiger gestalten.
Eine zentrale Forderung lautet, einen Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent anzustreben. Heute liegt dieser bei 42 Prozent. Erreicht werden soll dies unter anderem, indem die Land- und Ernährungswirtschaft vermehrt auf die Produktion und den Konsum von pflanzlichen anstatt tierischen Lebensmittel ausgerichtet wird.
Weiter fordert die Initiative die Sicherstellung von genügend sauberem Trinkwasser sowie den Erhalt der Biodiversität und der Bodenfruchtbarkeit. Die in den Umweltzielen Landwirtschaft festgelegten Höchstwerte für Dünger- beziehungsweise Nährstoffeinträge in die Umwelt dürften nicht…
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