Fokus
Wolfsmonitoring in Deutschland: Freiwillige sammeln Beweise
In der Lüneburger Heide sucht eine internationale Gruppe von Freiwilligen nach Spuren des Wolfes. Statt Fotosafari oder Strandurlaub sammeln sie Wolfslosung – ein Beitrag zum Artenschutz, der nicht immer angenehm riecht, aber viel über das Zusammenleben von Mensch und Natur verrät
«Chli stinke muess es» ist nicht nur das Motto von Raclette- und Fondue-Fans. Im Konferenzraum des um 1900 erbauten Gutshauses des Naturcampus Bockum in Deutschland steckt Corinna Kuhn die Nase in einen durchsichtigen Plastikbeutel und weicht sofort zurück. «Eindeutig Wolf!», verkündet sie. Der Geruch der Raubtierlosung ist unverkennbar und unterscheidet sich in seiner Intensität deutlich von Hundekot. Kuhn öffnet ein Fenster, um etwas frische Luft in den kleinen Raum zu lassen, bevor die Ergebnisse des Tages durchgegangen werden.
Zusammen mit acht anderen Freiwilligen aus aller Welt ist sie gespannt auf die Erlebnisberichte. Keinen der Teilnehmenden scheint es zu stören, dass auf den Tischen vor ihnen weitere Beutel mit Wolfslosungen liegen. Für sie ist dies das Zeichen für einen erfolgreichen Tag.
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Ein sinnvoller UrlaubEigentlich widmet Corinna Kuhn ihren Alltag mehr den Menschen als den Tieren. Als Pflegefachfrau betreute sie in Frankfurt am Main zuletzt nicht nur…
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