1. Seepferdchen – die "schwangeren Väter"

Seepferdchen sind wohl die berühmtesten Tier-Väter überhaupt.

  • Das Weibchen legt die Eier in eine Bruttasche des Männchens.
  • Das Männchen befruchtet die Eier und trägt sie wochenlang aus.
  • Es versorgt die Embryonen mit Sauerstoff, Nährstoffen und reguliert Salzgehalt und Temperatur.
  • Am Ende "gebiert" das Männchen oft Hunderte Jungtiere.

Bei vielen Arten endet die Rolle des Weibchens nach der Eiablage fast vollständig.

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2. Kaiserpinguin – Überlebenskünstler der Antarktis

Beim Kaiserpinguin übernimmt der Vater die härteste Brutpflege unter den Vögeln.

  • Das Weibchen legt ein Ei und zieht zum Meer, um Nahrung zu suchen.
  • Das Männchen balanciert das Ei rund zwei Monate auf seinen Füssen.
  • Es fastet dabei oft über 100 Tage.
  • Temperaturen von unter −40 °C und Stürme übersteht es allein.

Viele Männchen verlieren während dieser Zeit fast die Hälfte ihres Körpergewichts.

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3. Nandus – Harem und Kindergarten

Bei den Nandus sammelt ein Männchen Eier mehrerer Weibchen.

  • Es baut das Nest.
  • Es brütet allein.
  • Nach dem Schlüpfen betreut es oft 20–50 Küken.
  • Die Weibchen beteiligen sich kaum noch.

Der Vater verteidigt die Jungen aggressiv gegen Raubtiere.

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4. Maulbrüter

Viele Fischarten zeigen erstaunliche Vaterfürsorge.

Beispielsweise bei verschiedenen maulbrütenden Buntbarschen:

  • Der Vater nimmt die Eier ins Maul.
  • Er schützt sie dort über Wochen.
  • Währenddessen frisst er oft kaum.
  • Die Jungfische flüchten bei Gefahr wieder in sein Maul zurück.

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5. Riesenwasserwanzen – Babys auf dem Rücken

Bei Riesenwasserwanzen klebt das Weibchen die Eier auf den Rücken des Männchens.

  • Der Vater trägt sie bis zum Schlüpfen.
  • Er belüftet sie ständig.
  • Er schützt sie vor Pilzen und Fressfeinden.

Das Weibchen verschwindet oft nach der Eiablage.

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6. Darwin-Nasenfrosch – Kinder im Stimmsack

Der Darwin-Nasenfrosch zeigt eine der kuriosesten Formen der Brutpflege.

  • Der Vater sammelt die Kaulquappen ein.
  • Er trägt sie in seinem Kehlsack.
  • Dort entwickeln sie sich zu fertigen Fröschen.
  • Erst dann werden sie entlassen.

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7. Jacanas – Rollentausch auf tropischen Seen

Bei den Jacanas sind die Geschlechterrollen fast umgekehrt.

  • Weibchen sind grösser und haben mehrere Partner.
  • Die Männchen bauen Nester.
  • Sie brüten die Eier aus.
  • Sie ziehen die Küken allein gross.

Berühmt sind Fotos von Vätern, die ihre Jungen unter den Flügeln tragen.

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8. Wölfe – engagierte Familienväter

Grauwolf-Väter gehören zu den fürsorglichsten Säugetier-Vätern.

  • Sie bewachen den Bau.
  • Sie bringen Nahrung.
  • Sie würgen Futter für die Welpen hervor.
  • Sie spielen und lehren Jagdverhalten.

Bei Säugetieren ist intensive väterliche Fürsorge vergleichsweise selten.

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9. Tamarine und Krallenaffen

Kaiserschnurrbarttamarin und andere Tamarine gehören zu den Rekordhaltern unter Primaten.

  • Der Vater trägt die Jungen fast ständig.
  • Die Mutter übernimmt oft hauptsächlich das Säugen.
  • Nach dem Trinken werden die Babys wieder dem Vater übergeben.

Manche Forscher schätzen, dass Väter über 80 % der Tragearbeit leisten.

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