Nacht unter Sternen
Biwakieren in der Schweiz: Was ist erlaubt und was nicht?
Um die Natur möglichst intensiv zu erleben, nehmen immer mehr Abenteuerlustige kalte Nasenspitzen und Rückenschmerzen in Kauf. Doch wo ist Biwakieren überhaupt erlaubt? Gerade in stark besuchten Regionen wächst der Widerstand gegen den wilden Tourismus zunehmend.
Den Sonnenaufgang nach einer Nacht in den Bergen zu erleben, hat etwas Magisches. Wer im Schlafsack unter freiem Himmel schläft, bewegt sich jedoch in einer rechtlichen Grauzone. In den meisten Regionen wird eine einzelne Nacht in kleinen Gruppen oberhalb der Waldgrenze geduldet, sofern sie rücksichtsvoll erfolgt. Das beinhaltet allerdings weit mehr, als nur den Abfall wieder mitzunehmen. Gerade in der Dämmerung gilt es, Feuer und Lärm zu vermeiden, um Wildtiere nicht zu irritieren. Wer das morgendliche Geschäft nicht bis zur Rückkehr hinauszögern kann, sollte die Nähe von Gewässern meiden. Vergraben oder zugedeckt stören die Exkremente weniger. Droht keine Waldbrandgefahr, kann ein Feuerzeug auch allfällig benutztes Papier vernichten.
Nebst der Waldbrandgefahr gibt es zahlreiche weitere Informationen, die es vor einer Biwak-Tour einzuholen gilt (siehe Box). Wo sind sensible Lebensräume und Schutzgebiete wie Jagdbanngebiete, Hochmoore und Wildruhezonen, wo übernachten im Freien…
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