Faszination Matterhorn
Dem Gipfel ganz nahe
Seit seiner Erstbesteigung im Jahr 1865 ist der «Tobleroneberg» weltweit in aller Munde. Das Matterhorn ist das Wahrzeichen der Schweiz – und zugleich einer der tödlichsten Berge der Welt. Auf der Hörnlihütte lässt sich das Bergsteiger-Mekka aus nächster Nähe erleben.
3 Stunden, 58 Minuten und 52 Sekunden: So lange brauchte Andy Steindl 2018 aufs Matterhorn und wieder zurück. Er startete bei der Dorfkirche in Zermatt auf 1600 Metern Höhe, rannte und kletterte bis auf den 4478 Meter hohen Gipfel – und kehrte anschliessend wieder ins Dorf zurück. Normal-sterbliche benötigen deutlich länger, allein schon bis zur Hörnlihütte auf 3260 Metern Höhe. Sie liegt unterhalb des Hörnligrats und ist für viele Bergsteigerinnen und Bergsteiger die letzte Rast vor dem Gipfelsturm. Erbaut wurde sie 1880 vom SAC Monte Rosa – damals mit gerade einmal 17 Schlafplätzen.
«S’Hörnli», «ds Hôre» oder «s’MC»: Das Matterhorn trägt viele Namen – und gilt als einer der tödlichsten Berge der Welt. Seit der Erstbesteigung am 14. Juli 1865 kamen hier über 600 Menschen ums Leben. Bereits die erste Besteigung endete tragisch: Von der Seilschaft mit zwei Schweizern und fünf Briten und einem Franzosen kehrten nur drei Bergsteiger zurück. Der Bergführer Michel Croz stürzte beim Abstieg…
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