Eine Briefmarke mit dem Japankäfer

Sondermarke mit japankäfer

Die neue Briefmarke soll dazu beitragen: Fachleute des Eidgenössischen Pflanzenschutzdienstes (EPSD) hoffen auf die Mithilfe der Bevölkerung, um neue Japankäfer-Befallsherde früh zu entdecken.

Schweizerische Post

Invasive Arten: Sondermarke
Der aus Asien stammende Japankäfer verbreitet sich bereits im Tessin und bedroht hierzulande insbesondere Trauben-, Mais- und Steinobstkulturen. Eine neue Sonderbriefmarke soll helfen, ihn frühzeitig zu erkennen.

Hübsch sieht er aus mit seinen kupfern schillernden Flügeldecken und dem goldgrün schimmernden Körper. Trotzdem sollte sein Anblick bei der Schweizer Bevölkerung Besorgnis auslösen.

Der Japankäfer (Popillia japonica) breitet sich seit rund 100 Jahren über die Welt aus, hat aber ausserhalb seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets in Japan kaum natürliche Feinde. Er frisst Blätter, Blüten und Früchte diverser Kulturpflanzen und Baumarten und kann erheblichen Schaden anrichten. Als Engerling ernährt er sich von Wurzeln.

2017 wurde der Käfer im Südtessin in vorsorglich aufgestellten Fallen gefangen und vergangenes Jahr erstmals auch in freier Natur nachgewiesen. Es ist damit zu rechnen, dass er sich in der Schweiz weiter ausbreitet. Einerseits kann er aus eigener Kraft einige hundert Meter weit fliegen, andererseits im Inneren von Autos, Lastwagen, in Topfpflanzen oder mit Erde unbemerkt weiter verbreitet werden.

Hilfe der Bevölkerung gefragt
Fachleute des Eidgenössischen Pflanzenschutzdienstes (EPSD) hoffen auf die Mithilfe der Bevölkerung, um neue Befallsherde früh zu entdecken, wie der EPSP in einer Mitteilung vom Donnerstag festhält. Zu einem Zeitpunkt also, wenn die Bekämpfung noch relativ einfach ist. Denn hat sich der Käfer erst einmal festgesetzt, lässt er sich kaum mehr vollständig los werden.

In Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Illustrator Angelo Boog gestaltete der EPSD daher eine Sonderbriefmarke, welche die Schweizerische Post am Donnerstag präsentierte. Die wissenschaftlich korrekte Zeichnung soll helfen, ihn zu erkennen und von einheimischen Verwandten wie dem Junikäfer zu unterscheiden.

Der Käfer ist acht bis zwölf Millimeter lang. Die hintere Hälfte seiner kupferfarbigen Flügeldecken wird von mehreren weissen Punkten umrahmt. Bei Verdacht sollte der Käfer möglichst gefangen und fotografiert werden, hiess es. Zudem sollte der zuständige kantonale Pflanzenschutzdienst informiert werden. Die Sonderbriefmarke im Wert von 85 Rappen erscheint im Rahmen des Internationalen Jahres der Pflanzengesundheit.

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