Die Zwerggeissli an der BEA

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Wie immer sind die Zwergziegen die grosse Attraktion in der Halle 16 an der BEA in Bern. Kein Wunder, man darf die Babygeissli schliesslich sogar streicheln.

«Jöööh, Geissli!», rufen die Schüler sobald sie die Halle 16 an der BEA in Bern betreten und stürmen sofort los. Die Jungtiere mit ihren Mamis wirken fast wie ein Magnet auf die Besucher. «Man sieht sie halt auch gut, weil sie gerne klettern», sagt Monika Kälin von der Zwergziegen-IG. Die Züchterin aus Gross SZ hat 17 Gitzi an die BEA mitgebracht. Auf dem Turm aus Strohballen in der Mitte des Geheges turnen aber nicht nur die Kleinen herum. Auch die erwachsenen Geissen postieren sich gerne ganz zuoberst. 

Immer mal wieder betritt Kälin das Gehege und nimmt eines der Gitzi in den Arm, damit die Kinder es streicheln können – ganz vorsichtig natürlich. Und wenn das Tierchen nicht mehr will, darf es auch gleich wieder runter.

Die kleinen kamen alle Anfang April zur Welt. «Eine der Ziegen hatte Drillinge», erzählt Kälin. Deshalb sieht ihr Bauch noch dick aus. «Der muss sich erst zurück bilden.» Dreieinhalb Monate bleiben die Babys bei ihren Müttern, dann kommen sie in ein neues Zuhause. Wer sich aus purer Entzückung nun spontan Zwerggeissen anschaffen will, wird aber enttäuscht. «Die meisten Gitzi sind schon reserviert», sagt Kälin.

Wer selber Zwergziegen halten will, sollte den Tieren genug Auslauf bieten können. Etwas zum Klettern sollte auch bereitstehen. Die Minimalanfroderungen für den Stall seien laut Tierschutzgesetz vier Quadratmeter. «Das ist schon sehr wenig», findet Monika Kälin. «Grösser ist immer gut.»

Autor

Meret Signer

Meret Signer

Meret Signer ist «Tierwelt»-Online-Redaktorin, Biologin und Ornithologin. Genau so sehr wie Vögel liebt sie aber ihre flauschige Katze Redi, weswegen sie oft im Dilemma ist. Während Redi jedoch lieber zuhause faulenzt als auf die Jagd zu gehen, wandert Meret durch die Gebirge dieser Welt. Immer mit dabei: ihr Feldstecher.

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