Gericht verbietet religiöse Tieropfer

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Gerade Ziegen werden in Indien auch heute noch häufig im Namen von Gottheiten geopfert.
A Vahanvati/Flickr/CC-BY-SA
Indien
Noch immer werden in Indien jedes Jahr tausende Tiere im Namen der Religion geopfert. Nach einer Klage von Tierschützern wird das rituelle Töten nun verboten.

Ein indisches Gericht hat die im Norden des Landes noch immer weit verbreiteten Tieropfer verboten. Das Töten der Tiere aus religiösen Gründen sei «barbarisch», urteilte das Gericht in Himachal Pradesh am späten Montagabend (Ortszeit).

Polizei und alle Behörden des Bundesstaates müssten dafür sorgen, dass keine Tiere mehr für die Religion geschlachtet werden. «Niemand darf mehr irgendein Tier an irgendeinem religiösen Ort töten», befanden die Richter. Dies gelte auch «für anliegende Gelände und Gebäude».

Besänftigung von Gottheiten
«Tausende Tiere werden jährlich im Namen der Religion geopfert», erklärte das Gericht. «Das bringt grosse Schmerzen und grosses Leid für unschuldige Tiere. Sie dürfen nicht auf barbarische Art getötet werden, um einen Gott oder eine Gottheit zu besänftigen.» Das Gericht sprach sein Urteil nach einer Klage von Tierschützern.

In Himachal Pradesh sind Tieropfer an der Tagesordnung. In den Hindu-Tempeln des abgelegenen Bundesstaates werden vor allem Ziegen geschlachtet.

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