Hände weg von Kamelen

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Kamele werden im Arabischen Raum in grosser Zahl gezüchtet. Sie sind aber Überträger des für Menschen tödlichen Mers-Virus.
© Matthias Gräub
Coronavirus
Angesichts der zunehmenden Ausbreitung des gefährlichen Coronavirus Mers mahnt die Regierung von Saudi-Arabien zu einem vorsichtigen Umgang mit Kamelen, einem der Träger des Erregers.

Das Coronavirus Mers (Middle East Respiratory Syndrom) wurde erstmals im September 2012 bei Patienten mit einer schweren Atemwegsinfektion identifiziert und hat Ähnlichkeit mit dem SARS-Virus. Es kann grippeähnliche Symptome auslösen, aber auch zu einer schweren Lungenentzündung führen. Anders als Sars führt der neue Erreger zudem zu Nierenversagen.

In Saudiarabien starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang 142 Menschen am Coronavirus, 483 infizierten sich. Laut einer US-Studie könnte das Virus von Kamelen übertragen werden, die in dem Königreich in grosser Zahl gezüchtet werden.

Deshalb warnt die saudische Regierung jetzt vor den Tieren. Landwirtschaftsminister Fahd Bel Ghoneim riet am Montag in der Zeitung «Mecca», sich von den Tieren nach Möglichkeit fernzuhalten.

Wer den Kontakt mit den Kamelen nicht vermeiden könne, solle Mundschutz und Handschuhe tragen sowie sich hinterher sorgfältig die Hände waschen. Kamelfleisch und Milch müssten vor dem Verzehr gut abgekocht werden, heisst es weiter. 

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