Impft Russland bald Tiere gegen das Coronavirus?

Nerze in Kaefig

Nerze in einem Käfig: In Dänemark ist im November letztes Jahr auf mehreren Nerzfarmen eine mutierte Form des aktuell grassierenden Coronavirus aufgetaucht – die dänischen Behörden haben daraufhin die Tötung aller Nerze angeordnet.

Nicolai Dybdal/Shutterstock

Forschung
Russland hat einen Coronavirus-Impfstoff für Tiere entwickelt und diesen nun auch zugelassen. Damit ist Russland laut eigenen Angaben das erste Land weltweit mit einem Impfstoff für Tiere.

Die russische Agraraufsichtsbehörde habe mitgeteilt, dass der Coronavirus-Impfstoff «Carnivac-Cov» für Tiere seit dem letzten Oktober unter anderem an Hunden, Katzen und Nerzen getestet worden sei, berichtet «Keystone-sda». Bei allen geimpften Tieren seien Antikörper nachgewiesen worden.

Da nach heutigem Stand das Risiko sehr klein sei, dass das neuartige Coronavirus von Tieren auf den Menschen übertragen werde, bestehe noch keine Notwendigkeit, verbreitet Haustiere zu impfen. Solche Fälle seien bislang nicht wissenschaftlich registriert worden, wird eine Vertreterin der russischen Agraraufsichtsbehörde zitiert.

Virusmutationen verhindern
Allerdings könne ein Impfstoff für Tiere in Zukunft möglicherweise die Verbreitung von Virusmutationen verhindern. Die russische Behörde verwies hierbei auf die Nerze, die für eine Coronavirus-Mutation besonders anfällig seien. Beispielsweise hat Dänemark mehrere Millionen Nerze auf Farmen töten lassen – mit der Begründung, dass das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe.

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