Mehr Hühner, weniger Schweine

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2013 war Rekordjahr mit über 10 Millionen Hühnern.
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Nutztierhaltung
Die neusten Zahlen zeigen, wie die Schweizer Bauern auf die veränderte Marktlage reagieren. Sie halten mehr Hühner denn je, hingegen ist es finanziell wenig attraktiv, Schweine zu züchten.

Noch nie wurden in der Schweiz so viele Hühner gehalten. Im vergangenen Jahr waren es erstmals mehr als 10 Millionen, das sind 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die provisorischen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen. Die Anzahl Lege- und Zuchthühner hat gar um mehr als 6 Prozent zugenommen. Sandra Helfenstein, Leiterin beim Schweizer Bauernverband, erklärt: «Den Leuten ist es wichtig, dass Eier und Geflügelfleisch aus der Schweiz stammen.» Der Grad der Selbstversorgung der Schweiz in diesem Bereich sei noch immer tief.

Genau umgekehrt sieht es bei den Schweinen aus. «Hier haben wir eine hohe Selbstversorgung, nur einige Edelstücke werden importiert», sagt Helfenstein. In den vergangenen Jahren sei das Angebot grösser als die Nachfrage gewesen, weshalb die Preise in den Keller fielen. Darauf haben die Landwirte reagiert, wie die Zahlen zeigen. Der Bestand an Schweinen fiel gemäss BFS um 3,6 Prozent auf weniger als 1.5 Millionen – dies ist der tiefste Stand seit 1999.

Der Bestand an Rindvieh ist konstant geblieben. Zu anderen Nutztieren liegen noch keine neuen Zahlen vor.

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Der Bedarf an Hühnerfleisch und Eiern aus der Schweiz ist hoch. Bei
den Schweinen hingegen war die Produktion in den vergangenen
Jahren höher als die Nachfrage.

Quelle: BFS

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