Unruhe im Thurgauer Veterinäramt

Mann mit Pferd im Stall

Seit dem Fall Hefenhofen brodelt es im Thurgauer Veterinäramt.

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Frauenfeld
Im Thurgauer Veterinäramt haben ein Amtstierarzt und eine Amtstierärztin sowie ein Mitarbeiter aus dem Bereich Tierschutz gekündigt. Nun verlässt auch Kantonstierarzt Thomas Fuchs den Kanton, der seine Stelle erst im letzten November angetreten hatte.

Nach dem Fall Hefenhofen und den darauf folgenden Untersuchungen sollte die Arbeit des Thurgauer Veterinäramts neu ausgerichtet werden. Der in den Fall verwickelte Kantonstierarzt Paul Witzig wurde pensioniert, am 1. November 2019 übernahm sein Nachfolger, Thomas Fuchs, die Amtsleitung

Nun kommt es bereits wieder zu einem Wechsel: Fuchs habe sich entschieden, das Veterinäramt des Kantons Thurgau per 30. Juni 2020 zu verlassen, teilte das Departement für Inneres und Volkswirtschaft am Mittwoch mit.

Der neue Kantonstierarzt habe die anspruchsvolle Aufgabe angetreten, die Arbeiten im Amt neu auszurichten und ein Reorganisationsprojekt umzusetzen. Rasch habe sich gezeigt, dass das Ausmass der nötigen Massnahmen grösser sei als angenommen und es tiefgreifende Veränderungen brauche, heisst es in der Mitteilung. «Teilweise als Folge dieser Reorganisation und auch aus persönlichen Gründen haben ein Amtstierarzt und eine Amtstierärztin sowie ein Mitarbeiter aus dem Bereich Tierschutz ihre Stelle gekündigt.»

Angesichts dieser «sehr belastenden Situation» habe sich Thomas Fuchs entschieden, das Veterinäramt wieder zu verlassen. Für einen Teil der frei werdenden Stellen sowie für eine weitere Vakanz im Sekretariat seien bereits Nachfolgelösungen gefunden worden. Für die Amtsleitung ist das Departement daran, eine Übergangslösung zu erarbeiten.

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