Wiesen und Weiden sind keine Freizeitpärke

Weide mit Blick auf Zürichsee

Bei dem schönen Wetter locken die Weiden rund um Zürich zum Verweilen. Dass es sich meistens um Flächen zur Futterproduktion handelt, geht oft vergessen.

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Bauern beschweren sich
Das schöne Wetter lockt die Menschen nach draussen. Wiesen und Weiden bieten sich zum Verweilen besonders an, sie bieten ausreichend Platz für Social Distancing. Immer mehr Landwirte beschweren sich deswegen beim Zürcher Bauernverband.

Das schöne Frühlingswetter und der Wunsch nach Erholung lässt die Leute nach Plätzen in der Natur Ausschau halten, bei denen die Anforderungen an das Social Distancing eingehalten werden können, schreibt der Zürcher Bauernverband (ZBV) in einer Mitteilung. Im Raum Zürich werden immer mehr Weiden und Wiesen dafür genutzt. Der ZBV erhält vermehrt Meldungen von Landwirten, die frustriert dem Treiben auf ihren Futterflächen zuschauen müssen.

Die rechtliche Lage sei eindeutig, schreibt der ZBV. In fast allen Gemeinden sei in der Polizeiverordnung geregelt, dass das Begehen von Kulturland in der Vegetationsperiode verboten sei. Dennoch werde teilweise rücksichtlos Gras zertreten, das in Kürze gemäht werden soll. Ökoflächen werden verunreinigt. Der ZBV bittet die Bevölkerung, dies zu respektieren. In den nächsten Tagen sollen Plakate aufgestellt werden, die darauf hinweisen.

Weil das Social Distancing nicht überall eingehalten werden kann, fordert die Stiftung Landschaftschutz Schweiz mehr Raum für Naherholungsgebiete in der Nähe von Siedlungen («Tierwelt online» berichtete).

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