Die Löwen brüllen bald wieder

Musical-Tipp
Im Zürcher Bernhard Theater sind nach der Corona-Zwangspause ab November wieder die Löwen los. Fürchten muss sich aber niemand vor ihnen. Es handelt sich nämlich um das Musical «Der Löwe, der nicht schreiben konnte».

Freche Affen, tänzelnde Kolibris und eine biegsame Schlange ziehen die Zuschauer in den Bann. Schauplatz ist aber nicht etwa ein Zoo, sondern das Bernhard Theater in Zürich. So sah es zumindest  noch im März auf der Bühne aus. Danach bliebt der Vorhang wegen des coronabedingten Veranstaltungsverbotes monatelang unten. Nun steht fest, dass das Familienmusical «Der Löwe, der nicht schreiben konnte» als eine der ersten Theater-Produktionen ab dem 7. November wieder startet. 

Im Mittelpunkt steht der König der Tiere. Ein mächtiger Löwe verliebt sich unsterblich in eine wunderschöne Löwendame und möchte ihr das in einem Brief mitteilen. Dummerweise kann seine Majestät  gar nicht schreiben. Deshalb befiehlt er seinen untergebenen Tieren, diese Aufgabe für ihn zu erledigen. 

Pädagogisch wertvolle Unterhaltung
Es beginnt eine nervenaufreibende und gleichzeitig amüsante Tortur durch die Wildnis, vorbei an Krokodilen, Mistkäfern, Affen und vielen weiteren Tieren. Doch egal, wer zur Feder greift, dem Löwen gefällt nicht einer der fremdverfassten Briefe. Da hilft nur eins: Der stolze König muss selber das Schreiben lernen, um das Herz seiner Angebeteten zu erobern. Ob ihm das gelingt, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Basierend auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Martin Baltscheit wirbeln – so Corona will – bis Anfang Januar teilweise prominente Darstellerinnen und Darsteller auf der Bühne des Bernhard Theaters. So schlüpft beispielsweise neu der ehemalige Mister Schweiz und der charterprobte Musiker Jan Oliver Bühlmann für den verhinderten ursprünglichen Protagonisten Jesse Ritch in die Hauptrolle des Löwen. «Ich freue mich riesig auf die Rolle und hoffe, dass die Kulturangebote von Besuchern noch mehr geschätzt werden als zu Zeiten, in denen das selbstverständlich war», sagt Bühlmann. 

Mit von der Partie ist auch die als Schlangenfrau bekannte Nina Burri. Sie verkörpert, wie könnte es anders sein, eine Schlange und führt atemberaubende Kunststücke vor. Ebenfalls akrobatisch sind die Einlagen des ehemaligen Kunstturners und Vize-Europameisters Lucas Fischer, der einen Affen spielt.

Das interaktive Familienmusical mit der Musik von Alexander Maschke besticht durch seine eingängigen schweizerdeutschen Lieder, viel Witz und aufwendige Kostüme. Es eignet sich für Kinder ab vier Jahren, bietet aber auch für Erwachsene gute Unterhaltung. Die Geschichte ist auch pädagogisch wertvoll, da es darum geht, Kindern das Lesen und Schreiben nachhaltig zu vermitteln. Die musikalische Show bietet dafür eine prima Motivation.

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