Forschung über liegende Kühe und opernliebende Mäuse

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Die Gewinner des Ig-Nobelpreises in der Kategorie «Wahrscheinlichkeit» untersuchten liegende Kühe mathematisch, der niederländische Maler Cornelis Saftleven hatte dagegen im 17. Jahrhundert einen künsterlischen Zugang gewählt.
Cornelis Saftleven (1607–1681)
Ig-Nobelpreise
Tierforschung stand hoch im Kurs bei den diesjährigen Scherz-Nobelpreisen. Unter anderem wurde untersucht, wann Kühe abliegen und aufstehen.

Liegende Kühe, opernliebende Mäuse und nach dem Sternenhimmel schauende Mistkäfer: Zehn Forschungsergebnisse, die «erst zum Lachen und dann zum Denken» anregen, sind an der US-Eliteuniversität Harvard am Donnerstagabend (Ortszeit) mit den Ig-Nobelpreisen ausgezeichnet worden. Zu der schrillen Gala mit mehr als 1000 Zuschauern, die bereits zum 23. Mal stattfand, reisten wie in jedem Jahr auch richtige Nobelpreisträgeran.

Ausgezeichnet wurde unter anderem die wissenschaftliche Erkenntnis, dass je länger eine Kuh liegt, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie bald wieder aufstehen wird. Ein anderes Forscherteam bekam den Preis, weil es herausgefunden hatte, dass am Herzen operierte Mäuse länger leben, wenn sie Opern hören. Auch die Entdeckung, dass verirrte Mistkäfer ihren Weg nach Hause finden, indem sie sich an der Milchstrasse im Sternenhimmel orientieren (Tierwelt Online hat berichtet), bekam einen Ig-Nobelpreis.

Die Bezeichnung «Ig-Nobelpreis» kommt vom englischen Wort «ignoble» für «schändlich, unehrenhaft».

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