Hundehalter*innen sind die beliebtesten Singles

Singles mit Hunden haben bessere Chancen

Wer einen Hund hat und Single ist, hat gute Chancen das Singleleben hinter sich zu lassen.

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Tierisches Online-Dating
Natürlich kann man sich bei einer der unzähligen Partnervermittlungen anmelden. Dabei wird in der Regel eine Gebühr fällig. Es gibt aber auch andere Wege, jemanden kennen zu lernen. Zum Beispiel über die Facebook-Gruppe und -Seite «Singles mit Haustieren Schweiz».

Wie unschwer zu erahnen: Voraussetzung ist, dass man ein Haustier besitzt, sei es eine Eidechse, einen Hund, eine Katze oder Meerschweinchen. Nur dann hat man in der Facebook-Dating-Seite «Singles mit Haustieren Schweiz» eine Chance – geschweige dass man überhaupt als Mitglied zugelassen wird. Dasselbe gilt für die Facebook-Gruppe mit demselben Namen (Link). Weitere Regeln sind auf der Startseite ersichtlich: Single sollte man natürlich sein, ein grosses Herz für Tiere haben. Und vermutlich auch etwas Geduld. Denn es scheint, dass zumindest die Seite während der Pandemiezeit brach gelegen ist, während in der Gruppe munter gepostet wird.   

Die Idee scheint gut anzukommen. Die Gruppe zählt bereits über 850 Mitglieder, die Seite über 500. Hier posten die Mitglieder fleissig Bilder von sich und ihren Lieblingen. Da ist die 34-jährige Ben, die mit ihrem Büsi auf der Schulter sympathisch in die Kamera lächelt. Da ist die 52-Jährige mit einem grossen schwarzen Hund, die ihren Namen nicht verraten will, dafür aber erzählt, dass sie unzählige Tiere hat und jemanden sucht, der die Liebe zu ihr und zu ihnen erwidert. Es gibt aber auch einen Link zur Kuppelshow «Bauer, ledig, sucht», mit dem Verweis, dass etwa Bauer Martin ein grosser Tierfreund ist. Obwohl die meisten seiner Lieblinge Nutztiere statt klassische Haustiere sind. 

Katzenfans haben schlechte Aussichten auf ein Date

Ansonsten sind Katzen und Hunde die Renner bei denjenigen, die auf Partnersuche sind. Laut einer Umfrage von «Stern.de» aus dem vorletzten Jahr haben allerdings Hundebesitzer*innen die besten Karten: Bei ihnen sei die Chance auf ein Date gross, während Büsi-Halter*innen schlecht dastehen. Warum, lässt das Magazin offen und stellt einfach fest: «Ob die verrückte «cat lady» von den «Simpsons» oder womöglich Katzenallergien daran schuld sind, bleibt unklar. Aber während 31 Prozent der Männer und 34 Prozent der Frauen auf Hunde stehen, mögen nur 19 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen es, wenn ihr Datingpartner eine Katze besitzt.»

Die «cat lady» aus den Simpsons als abschreckendes Beispiel, wenn Katzenfreund*innen um Dates buhlen?

Auch die Single-Börse Parship hat ermittelt, wem die Herzen eher zufliegen. Im März dieses Jahres schrieb das Unternehmen, dass vor allem Hund, Katze und Pferd für positive Matches sorgen. «Besonders Frauen stehen darauf, wenn der Dating-Partner Herrchen eines bellenden Vierbeiners ist. Insgesamt stellen sich jüngere Singles als besonders tierlieb heraus», steht dazu weiter auf der Webseite

Den Mitgliedern der Facebook-Gruppe und -Seite «Singles mit Haustieren Schweiz» dürfte das egal sein. Zu verlieren haben sie nichts, und das Motto vieler Posts scheint zu lauten: «Nimm mich mit meinem Tier, oder lass es sein!». 

Autor

Leo Niessner

Leo Niessner

Leo Niessner ist «Tierwelt»-Online-Redaktor, Social-Media-Manager und News-Feed-Leser. Er berichtet gerne über Flora und Fauna oder über Menschen, die sich um Flora und Fauna verdient machen, und schöpft in den Bergen Energie. Er mag Tiere. Und Musik. Am liebsten solche, in der Tiere vorkommen – zu hören in den Spotify-Listen zu jeder «Tierwelt»-Ausgabe, die er mit der Redaktion Woche für Woche zusammenstellt. Und ja, er spielt auch selber Musik. Sein grösster Traum: eine eigene «Arche Leo», in der alle Tiere dieser Welt Platz haben. Mit einem VIP-Sektor für bedrohte Arten.  

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