Lässiger Lassie-Film

«Lassie. Eine abenteuerliche Reise»
Fast 15 Jahre ist es her, seit die Langhaarcollie-Dame Lassie das letzte Mal auf der grossen Leinwand zu sehen war. Das lange Warten hat sich jedoch gelohnt. Die deutsche Neuauflage übertrifft ihre Vorgänger und spielt gekonnt auf der Klaviatur der Gefühle

Wer einen Langhaarcollie sieht, denkt automatisch an Lassie. Keine andere Hundehauptfigur hat einen solchen Bekanntheitsgrad. Daher verwundert es nicht, dass es die beliebte Hündin auch fast 80 Jahre nach dem ersten Lassie-Kinofilm – mit der damals zehnjährigen Elizabeth Taylor – noch auf die grosse Leinwand schafft. Dieses Mal hat sich der deutsche Regisseur Hanno Olderdissen dafür hinter die Kamera gesetzt. Er orientiert sich dabei an der ersten Kurzgeschichte des amerikanischen Lassie-Schöpfers Eric Knight, der von einem Jungen und seiner treuen Collie-Hündin erzählt. Die beiden werden unfreiwillig voneinander getrennt, sodass Lassie versucht, zu dem Jungen zurückzukehren. 

Auch in der aktuellen Kinofassung muss der zwölfjährige Florian seine geliebte Collie-Dame abgeben, weil seine Familie in eine Wohnung zieht, in der keine Hunde erlaubt sind. Lassie kommt in die Obhut des Grafen von Sprengel und dessen Enkelin Priscilla, die sie vorübergehend von Bayern an die Nordsee mitnehmen. Die Hündin hat es bei den beiden zwar gut, aber die Sehnsucht nach Florian ist zu gross, sodass sie Reissaus nimmt. Es beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch Deutschland. Und auch Priscilla und Florian bleiben nicht untätig. Sie überwinden ihre anfänglichen Differenzen, um mit vereinten Kräften Lassie zu finden.

Ein Film für drei Generationen
«Lassie» bringt alles mit, was einen gelungenen Familienfilm auszeichnet: kindgerechte Spannung, malerische Landschaften, amüsante Szenen und grosse Gefühle. «Es ist eine spannende und auch sehr abenteuerliche Geschichte, die ans Herz geht», sagt der Produzent Henning Ferber und verspricht: «Nicht nur die Kinder, auch die Eltern und Grosseltern werden sich gut unterhalten und ernst genommen fühlen.» Diese drei Generationen werden von talentierten Schauspielern wie Nico Marischka und renommierten Darstellern wie Sebastian Bezzel und Matthias Habich bestens vertreten.

Im Zentrum steht aber natürlich Lassie, die in den meisten Aufnahmen von einem amerikanischen Collie namens Bandit verkörpert wird. Bei ihm handelt es sich übrigens um einen Rüden, was bei Lassie-Verfilmungen Tradition hat, weil männliche Collies ein dichteres Fell haben und deshalb besser zur Geltung kommen. «Bandit steht gerne im Mittelpunkt, ist gut zu motivieren und arbeitet gerne mit Menschen zusammen», sagt die Tiertrainerin Renate Hiltl. «Er ist ein perfekter Lassie.» Und einer, der garantiert junges und älteres Publikum emotional mitnehmen wird. 

«Lassie. Eine abenteuerliche Reise», Familienfilm, 100 Minuten, Studio: Warner Bros, ab sofort im Kino.

Autor

Oliver Loga

Oliver Loga

Oliver Loga ist stellvertretender Chefredaktor. Er betreut unter anderem die Pferderubrik, was er sehr schätzt, da seine Frau stolze Halterin von zwei vierbeinigen Isländern ist. Obwohl Oliver nicht selbst in den Sattel steigt, pflegt er zu ihnen ein ebenso inniges Verhältnis wie zu seiner anhänglichen Stubentigerin Palina. Ein wichtiger Bestandteil seiner Freizeit ist zurzeit das Nachahmen von Tierstimmen für seinen kleinen Sohn. Besonders hoch im Kurs stehen dabei die gurrende Spitzschopftaube und der röhrende Hirsch.

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