Tierfiguren machen Kinder froh und Erwachsene ebenso

Bauernhof-Figuren von Schleich

Die Spielfiguren von Schleich zeichnen sich durch ihre Liebe zum Detail aus.

Schleich GmbH

Schleichfiguren
Die Tierfiguren der Firma Schleich kennt jedes Kind. Bei vielen Eltern stehen sie ebenfalls hoch im Kurs, weil sie mit ihrer realistischen Darstellung wertvolle Erkenntnisse über die Tierwelt liefern und dazu einladen, spielerisch die Natur kennenzulernen.

An den Tierfiguren der süddeutschen Firma Schleich kommt man auch hierzulande kaum vorbei. Es gibt sie nicht nur in Spielwarengeschäften, sondern auch in Supermärkten, Agrarcentern und Naturmuseen. Sie sorgen für strahlende Kinderaugen und lassen selbst Erwachsene oft staunend vor den Regalen stehen bleiben. Denn die detailgetreuen, authentischen und von Hand bemalten Figuren sind ein echter Hingucker. Mehr als 600 von ihnen gibt es mittlerweile. Die Palette reicht dabei von der Braunviehkuh und der Mustang Stute über die Bengal Katze und der Berner Sennenhündin bis zum Warzenschwein und der Seekuh. 

Unterteilt sind sie in sechs Themenwelten, zu denen beispielsweise Bauernhoftiere (Farm World) und Wildtiere (Wild Life) gehören. Das Angebot beschränkt sich dabei nicht nur auf Figuren. Es gibt auch ganze Spielsets, die detailgetreu modelliert sind und pädagogisch wertvolles Spielen fördern sollen. Ein Selbstversuch mit dem «Spielspass für Hunde» überzeugt dabei nicht nur den jungen Nachwuchs. Mit dem Set kann man der Bulldogge Rosi und dem Zwergschnauzer Bobby beibringen, auf einer Wippe zu balancieren oder durch einen Ring zu springen. Als Belohnung gibt es einen Knochen.

Positiv fallen dabei die individuellen Möglichkeiten auf. So sind die Hindernisse beliebig steckbar, die Arme und Beine des ebenfalls zum Set gehörenden Jungen Ben beweglich und alle Utensilien mit anderen Figuren kompatibel. Ähnliches gilt auch für Wildtier-Sets, zu denen Löwen, Nilpferd-Babys, Straus­sen und Hyänen gehören. Das Beschäftigen damit beflügelt nicht nur die kindliche Fantasie und macht die Zusammenhänge in der Natur buchstäblich greifbar, sondern animiert auch die Eltern mitzuspielen.

Die Pro7-Sendung «Galileo» besucht den Firmensitz von Schleich in Schwäbisch Gmünd

Aufwendige Produktion
Dieses pädagogische Ziel verfolgt das 1935 gegründeten Unternehmen mit Hingabe. Es entwickelte 1946 erste samtüberzogene Puppen aus Draht und Holz. Heute sieht die Produktion, die Figuren in über 60 Länder liefert, natürlich ganz anders aus. Anhand von Fotografien, Zeichnungen oder Vorlagen aus Fachbüchern erschaffen die Schleich-Designer in Handarbeit zunächst Abbilder. Ihnen steht es dabei übrigens frei, traditionell mit Wachs zu arbeiten oder digital an einem Computer.

Wie lange das Modellieren dauert, hängt von der Figur ab: Ein Hund benötigt zwei, ein bis ins kleinste Rosshaar gestaltetes Pferd drei und ein Dinosaurier bis zu acht Wochen. Dabei werde jedes Haar und jede Falte einzeln aufgetragen, verspricht die Firma. Hält das erste Modell allen Tests stand, wird ein Prototyp aus Kunstharz angefertigt. Spätestens dann kommen Spezialisten aus Museen oder Zoologischen Gärten in Spiel. Denn die Marke Schleich betont, dass sie es sich zur Aufgabe gemacht hat, Tiere und deren natürlichen Lebensraum Kindern näherzubringen.

Das freut einen auch als Eltern. Denn es hat etwas Tröstliches und Beruhigendes, dass Smartphone, Tablet und Co. zwar viel leisten, aber eben doch nicht mithalten können, wenn Tierfiguren zum Anfassen in der eigenen Fantasie lebendig und damit Ausgangspunkt einer persönlichen Geschichte werden. 

Autor

Oliver Loga

Oliver Loga

Oliver Loga ist Chefredaktor ad interim. Er betreut unter anderem die Pferderubrik, was er sehr schätzt, da seine Frau stolze Halterin von zwei vierbeinigen Isländern ist. Obwohl Oliver nicht selbst in den Sattel steigt, pflegt er zu ihnen ein ebenso inniges Verhältnis wie zu seiner anhänglichen Stubentigerin Palina. Ein wichtiger Bestandteil seiner Freizeit ist zurzeit das Nachahmen von Tierstimmen für seinen kleinen Sohn. Besonders hoch im Kurs stehen dabei die gurrende Spitzschopftaube und der röhrende Hirsch.

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