Tierplakate von Claude Kuhn werden gewürdigt

Bern
Das Naturhistorische Museum in Bern widmet dem Plakatkünstler Claude Kuhn zu seiner Pensionierung eine Sonderausstellung. Kuhns Plakate haben das Gesicht des Museums geprägt.

Kuhn habe Plakate geschaffen, an die man sich auch Jahrzehnte später erinnere, schreibt das Museum in einer Mitteilung vom Donnerstag. Da gab es etwa den Fingerabdruck, der auch einen Zebrahintern darstellte. Auf einem anderen bekannten Plakat stand ein Bär verkehrt auf dem Kopf eines Hirsches – und stellte damit zugleich ein Geweih dar.

ausstellungsplakat.jpg

Das Ausstellungsplakat zu «Cortège des Affiches».
© Claude Kuhn 

Kuhn habe sich früh eine unverkennbare Handschrift zugelegt und sei dieser eine Karriere lang treu geblieben, schreibt das Museum. Der mit zahlreichen Auszeichnungen prämierte Plakatgestalter und Ausstellungsmacher habe einen wesentlichen Beitrag zur nationalen und internationalen Plakatkultur geleistet. Für die Sonderausstellung «Cortège des affiches» wurden im Naturhistorischen Museum unzählige Plakate Kuhns in langen Reihen angeordnet. Die Besucherinnen und Besucher sollen sich diesen «Umzug der Plakate» selber erlaufen, wie das Museum schreibt.

Dabei würden die Besucher wie auf der Strasse von einer Stimmen-Kakophonie begleitet. Hier handelt es sich aber um Wegbegleiter und Freunde Kuhns, die über sein Werk sinnieren.

Ambitiöse Pläne
Mit der Kuhn-Ausstellung, die bis zum 5. Januar zu sehen ist, findet zum letzten Mal eine Sonderausstellung im zweiten Geschoss des Naturhistorischen Museums statt. Im Juni 2014 wird in diesen Räumlichkeiten eine Dauerausstellung zum legendären Rettungshund Barry eröffnet.

Im Gegenzug plant das Museum, eine weit grössere, neue Ausstellungszone zu schaffen, die ab 2016 für Sonderausstellungen zur Verfügung stehen soll. Die Ausstellungsfläche wird damit um zwei Stockwerke vergrössert.

Das Naturhistorische Museum Bern hegt ambitiöse Pläne, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Es wolle das Naturmuseum der Schweiz werden. Teil dieser Strategie sei es, mehr zeitlich begrenzte Ausstellungen zu veranstalten.

Kommentare (0)