Vorsicht: Raupen
Kiefer- und Eichenprozessionsspinner: Risiken für Hunde erkennen
Im Frühling und Sommer steigen die Risiken durch Eichen- und Kieferprozessionsspinner-Raupen, die gesundheitliche Probleme bei Hunden verursachen können. Ihre mikroskopisch kleinen Brennhaare lösen schmerzhafte Entzündungen aus. Tierhalter sollten wachsam sein!
Mit dem Frühjahr und Sommer steigt die Aktivität von Eichenprozessionsspinnern und Kieferprozessionsspinnern. Die Raupen dieser Schmetterlingsarten können für Menschen und Tiere gesundheitliche Risiken darstellen. Besonders Hunde kommen beim Schnüffeln oder Erkunden ihrer Umgebung mit den Raupen, deren Nestern oder den Brennhaaren in Kontakt.
Warum sind die Raupen problematisch?
Ab einem bestimmten Entwicklungsstadium besitzen die Raupen zahlreiche mikroskopisch kleine Brennhaare. Diese können leicht abbrechen und über direkten Kontakt oder durch den Wind verbreitet werden. Die Brennhaare enthalten unter anderem das Protein Thaumetopoein, das bei Kontakt mit Haut und Schleimhäuten Entzündungsreaktionen und allergische Reaktionen auslösen kann.
Bei Hunden erfolgt die Aufnahme häufig über Maul, Nase oder Augen. Die Schwere der Reaktion hängt von der aufgenommenen Menge, der Kontaktstelle und der individuellen Empfindlichkeit des Tieres ab.
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Mögliche Symptome bei Hunden
Nach Kontakt mit Prozessionsspinnern oder deren Brennhaaren können unter anderem folgende Symptome auftreten:
- Starker Speichelfluss
- Schmatzen oder vermehrtes Reiben der Schnauze
- Schwellungen von Zunge, Lefzen oder Maulschleimhaut
- Rötungen und Entzündungen im Maulbereich
- Tränende, gerötete oder geschwollene Augen
- Husten, Würgen oder Atembeschwerden
- Unruhe und deutliche Schmerzreaktionen
In schweren Fällen können ausgeprägte Schwellungen der Atemwege oder schwere allergische Reaktionen auftreten. Unbehandelt können lokale Gewebeschäden entstehen, insbesondere im Bereich der Zunge und der Maulschleimhaut.
Wann sollte ein Tierarzt aufgesucht werden?
Zeigt ein Hund nach einem Spaziergang eines oder mehrere der genannten Symptome, sollte zeitnah tierärztlicher Rat eingeholt werden. Insbesondere bei Schwellungen im Maul- und Rachenbereich, Atemproblemen oder Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion ist eine umgehende tierärztliche Untersuchung erforderlich.
Erste Hilfe bis zum Tierarztbesuch
- Ruhe bewahren und den Hund möglichst ruhig halten.
- Falls möglich, das Maul vorsichtig mit reichlich Wasser ausspülen.
- Dabei darauf achten, dass das Wasser aus dem Maul herauslaufen kann und nicht geschluckt wird.
- Betroffene Bereiche nicht reiben oder abwischen, da dadurch weitere Brennhaare freigesetzt oder tiefer in das Gewebe eingebracht werden können.
- Vor der Ankunft die Tierarztpraxis oder Tierklinik telefonisch informieren.
Vorbeugung
In bekannten Befallsgebieten sollten Hunde möglichst nicht an befallenen Bäumen, Nestern oder Raupen schnüffeln. Viele Gemeinden kennzeichnen betroffene Bereiche mit Warnhinweisen. Da die Brennhaare auch über die Luft verbreitet werden können, ist ein ausreichender Abstand zu befallenen Bäumen empfehlenswert.
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