Ende September 2025 war ein 21-Jähriger in Ilanz (GR) gemeinsam mit einem Arbeitskollegen mit Forstarbeiten beschäftigt. Die beiden fällten einen Baum, der jedoch nicht wie geplant nach vorne fiel, sondern ein Stück nach hinten rutschte. Der junge Mann wurde dabei vom Baum erfasst, erlitt einen Armbruch sowie weitere Verletzungen am Oberkörper und musste von der Rega ins Kantonsspital Graubünden nach Chur geflogen werden.

Leider ist dies kein Einzelfall: Laut der neuesten Unfallstatistik der Suva ist die Forstwirtschaft noch immer die Branche, in der das Risiko für Arbeitsunfälle am höchsten ist. Mehr als jede fünfte Person, die in diesem Bereich tätig ist, wurde 2023 Opfer eines Arbeitsunfalls – am häufigsten wegen Kettensägen, herabfallender Äste oder unwegsamen Geländes. Platz zwei der gefährlichsten Branchen belegen Dienstleistungen im Bereich Sport, Unterhaltung und Erholung; Platz drei vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallationen oder sonstiges Ausbaugewerbe.

Total wurden im Jahr 2023 landesweit 286'000 Berufsunfälle sowie 607'000 Nichtberufsunfälle von Arbeitnehmenden registriert. Das entspricht Kosten von 6,9 Milliarden Franken. Die Suva, die Kantone und andere Organisationen wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) führen regelmässig Kontrollen durch mit dem Ziel, Unfälle zu reduzieren.