Kleider: Konsumwahn mit Folgen
Kampf gegen Kleiderberge: Kommt jetzt die Recycling-Gebühr für Mode?
Immer mehr, immer schneller, immer günstiger: «Fast Fashion» befeuert Modetrends zu niedrigen Preisen. Doch für dieses Geschäftsmodell zahlt die Umwelt einen hohen Preis. Handeln statt zuwarten, fordern diverse Organisationen.
Der alte fusselige Pullover hat seinen Zenit überschritten und macht nicht einmal mehr in den eigenen vier Wänden eine Falle. Ein Ersatz muss her. Besser heute als morgen. Und schon beginnt das Scrollen durch die Online-Kataloge grosser Modeimperien. Ein Mausklick und ein würdiger Nachfolger ist erkoren. Weil er so schmissig und der Preis unschlagbar ist, landet er gleich in zwei farblich unterschiedlichen Ausführungen im digitalen Warenkorb. Und diese T-Shirts links unten am Screen: Ein wahres Schnäppchen in zeitlosem Design! Mit grossem Preisabschlag im Dreierpack. Und schon sind fünf Artikel im Warenkorb.
Die Versuchungen, die Garderobe in diesen mitunter tristen Zeiten etwas aufzuhübschen und frischen Wind in den Kleiderschrank zu bringen, sind zahlreich. Ihnen stattzugeben, ist zutiefst menschlich. Problematisch: Dank smarten Algorithmen werden Begehrlichkeiten in Sekundenschnelle aufs Neue befeuert. Der Jäger- und Sammlerinstinkt ist geweckt, die Kreditkarte sitzt locker, aus…
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