«Wwoofer»
Ferien mit Hacke und Schaufel
«Wwoofer» robben auf den Knien durch Gärten, rammen Pfosten in die Erde und misten Ställe aus, während sich andere am Strand sonnen. Wer entscheidet sich für diese schweisstreibende Art von Ferien auf Biobauernhöfen?
Wwoof» tönt wie ein kläffender Hund, ist aber in Tat und Wahrheit das Akronym für eine weltumspannende, vor über 50 Jahren gegründete Organisation. Die Ziele von «Worldwide Opportunities on Organic Farms» sind, den Austausch zwischen der Stadt- und Landbevölkerung zu fördern sowie Gästen auf Zeit Wissen aus erster Hand zu vermitteln.
Es geht um einen naturverbundenen Lebensstil und um eine Landwirtschaft, die sich an biologischen Massstäben ausrichtet. Der Deal zwischen Freiwilligen und Gastgebern: Erstere helfen während rund fünf Stunden pro Tag auf dem Hof mit und erhalten im Gegenzug Kost und Logis. Das Modell ist gefragt, weltweit sind laut Schätzungen 90’000 Menschen pro Jahr am «Wwoofen», in der Schweiz rund 300.
Auch der Biohof Fruchtwald in Homberg (BE) empfängt mehrmals pro Jahr Menschen aus aller Welt. «Wir tun dies, weil wir Menschen gernhaben und uns für andere Kulturen interessieren», sagt Marc Schlotterbeck, der den Betrieb oberhalb von Thun zusammen mit seiner Frau…
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